Die Produktionsstätte in Bautzen - So werden eddings gemacht!

Das "Werkzeug"

Zum Produzieren braucht man Werkzeug, ganz klar. Aber Lötkolben und Schraubenschlüssel reichen dafür nicht aus, vor allem nicht für knapp 60 Mio gefertigte eddings im Jahr (allein in Bautzen). Nein, dafür braucht man richtiges Werkzeug! 

Die Bautzener haben den Vorteil, dass sie die Teile für die Produktion der edding Artikel selbst herstellen können. Man spricht dabei z.B. von 50cm x 50cm x 5cm großen Eisenplatten, die für das Spritzgußverfahren mit knapp 200 Tonnen zusammengepresst werden können. In diesen Platten sind Löcher ausgestanzt, die später das Aussehen der Stifte bestimmen. Diese Eisenplatten werden von den Werkzeugmechanikern selbst hergestellt. Im Handel würde ein komplett fertiges Werkzeug ab 80.000 Euro aufwärts kosten. Durch die eigene Herstellung ergibt sich hier somit ein enormes Kostenersparnis.

Aber mit Werkzeug allein produziert man keine Stifte, man braucht auch die EcoLine Schäfterichtige Technik. Man spricht hier vom Spritzgußverfahren. Das muss man sich so vorstellen: Eine heiße Flüssigkeit wird in eine Form gespritzt, die danach aushärtet. Wenn die Substanz fest genug ist, wird sie aus der Form gedrückt und kann weiterverwendet werden.

Speziell bei den eddings wird nun ein 250° heißes Gemisch aus Polypropylen (Kunststoff) und Farbe durch eine 4mm Öffnung mit knapp 1000bar Druck (vgl: ein Autoreifen enthält 2- 3 bar Druck) in die richtig angeordneten Eisenplatten gepresst, die nun die Form des Stiftes bestimmen. Um dem Druck standzuhalten, werden die Platten mit knapp 200 Tonnen Gewicht gegeneinander gedrückt. Durch eine geschickt eingebaute Wasserkühlung innerhalb der Platten erstarrt der Kunststoff binnen Sekunden. Die Platten werden auseinandergezogen und die nun fertigen Teile fallen in einen Sammelbehälter zur weiteren Verarbeitung in der Fertigung.

Die ProduktionsstraßeDie Fertigung ist eine Produktionsstraße, an der die fertigen Teile letztendlich zusammengesetzt werden. Hier wird die edding- Aufmachung auf den Schaft gedruckt, der Filter auf den Schaft gepresst und anschließend mit Tinte gefüllt. Danach wird die Spitze durch ein geschicktes Ultraschallverfahren (Schall erzeugt Vibration- Vibration erzeugt Reibung- Reibung erzeugt Hitze- Hitze verschweißt Spitze und Schaft miteinander) mit dem Schaft verbunden und der Nib eingesetzt. Abschließend kommt die Kappe darauf und die nun fertigen Stifte werden in die Verpackungen gesteckt, bereit zum Versand hinaus in die Welt.

Viele Grüße nach Bautzen!

Das edding Azubiteam

Tore Holzwart

 

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