13.10.2009 14:33 (1 Kommentare)
Nico Jäschen - Ein Student in Istanbul
Hallo zusammen!
Im Folgenden möchte ich über meinen von edding ermöglichten Aufenthalt in unserer Tochtergesellschaft in Istanbul / Türkei berichten und dadurch Erfahrungen mit Euch austauschen.
Als ich Anfang 2008 den Wunsch gegenüber meiner Ausbilderin äußerte, dass ich gerne einmal für edding in das Ausland gehen würde, dachte ich eigentlich vorerst an ein Land wie Großbritannien. Lange Zeit hörte ich nichts mehr von den Auslandsprojekten, jedoch plante meine Ausbilderin bereits die möglichen Aufenthalte und fragte bei unseren Tochtergesellschaften an, ob jemand ein Projekt im Ausland für einen Studenten zu vergeben hat. Da kam auch schon die erste Rückmeldung aus der Türkei. Dies war die erste Zusage, die meine Ausbilderin natürlich sofort dankend annahm. Ganz begeistert stürzte Sie in mein Büro und berichtete mir, dass mein Auslandsaufenthalt an unserem Standort in der Türkei ablaufen wird. Zunächst war ich etwas baff, da ich nicht die türkische Sprache beherrsche und noch keinerlei Kenntnis über die Türkei und das Leben vor Ort hatte. Wir besprachen gemeinsam die Dauer meines Aufenthaltes und legten uns auf 9 Wochen fest. Am 08.07.2009 war es dann soweit und ich flog nach Istanbul. Angekommen und beeindruckt von der Größe der Stadt, die immerhin rund 15 Millionen Einwohner hat, wurde ich von einem Kollegen vom Flughafen abgeholt und zu meiner Unterkunft gebracht. An meinem ersten Arbeitstag waren meine „neuen“ Kollegen scheinbar aufgeregter als ich und empfingen mich alle gemeinsam im Eingangsbereich. Nach einer Vorstellungsrunde bekam ich meinen eigenen Arbeitsplatz und machte mich mit dem neuen Umfeld vertraut. Meine Projektarbeit umfasste die Analyse der Produktreihe „Do it Yourself“ auf dem türkischen Markt und dessen Potenzial sowie die Analyse des Standortes für den neuen edding Kiosk in Istanbul mit dem wir an den Endkunden verkaufen möchten. Bei diesem Projekt bekam ich die volle Unterstützung der Kollegen vor Ort. Wir machten gemeinsam Umfragen in Hypermärkten, fuhren durch Istanbul und schauten uns Einkaufszentren für den Kiosk und Local Hardware Shops an und verschafften uns dadurch einen detaillierten Überblick über den Markt. Neben der Arbeit gab es natürlich auch viele private Erlebnisse. Ich erkundete die Sehenswürdigkeiten von Istanbul, ließ mich von den vielen Moscheen und den Bazaren beeindrucken und genoss das Leben in den vielen kleinen Straßen mit den Cafés und Geschäften. Beigebracht wurde mir auch das legendäre Spiel der Türken mit dem Namen Backgammon (Tavla auf Türkisch). Es gibt nichts Schöneres als mit Freunden oder Freundin in einem Café am Wasser oder auf einer der belebtesten Straßen wie der Istiklal Cadessi zu sitzen und dieses Spiel zu spielen und einem schwarzen Tee zu trinken. Die Zeit verging schnell und ich lernte immer mehr Einheimische kennen mit denen ich mich abends oder an Wochenenden traf. Wir tauschten gemeinsam Erfahrungen aus, sprachen über Gott und die Welt und gingen zusammen feiern. Auch meine Kollegen sorgten fürsorglich um mich und luden mich zu ihnen nach Hause ein. Wir unternahmen viel, hatten eine Menge Spaß und erlebten einiges zusammen. Die Zeit raste immer schneller und der Aufenthalt näherte sich dem Ende. Es galt das Projekt pünktlich zu beenden und die Abschlusspräsentation zu halten. Ich hatte ein gutes Gefühl und war mit der Arbeit der vergangenen 9 Wochen zufrieden, sodass ich beruhigt in das Gespräch mit dem Projektteam und dem Managing Director gehen konnte. Das Feedback in diesem Meeting war mehr als positiv und die Eröffnung des edding Kiosks beschlossen, sodass das Projekt am Ende auch in der Realität umgesetzt wird. Am 09.09.09 war es dann nach 09 Wochen soweit und der Flieger ging Richtung Heimat. Alle waren in einer traurigen Stimmung und hätten sich gewünscht, dass ich noch weiterhin in Istanbul bleiben kann, jedoch war die Heimkehr beschlossene Sache. Wer die Nachrichten verfolgt hat, wird mitbekommen haben, dass genau an diesem Tag das schwere Unwetter mit den Überschwemmungen in Istanbul angefangen hat, was den Weg zum Flughafen deutlich erschwerte. Wir machten jedoch einige Witze darüber und fanden letztendlich den Weg zum Flughafen.
Mein Aufenthalt in der Türkei wird eine unvergessliche Erinnerung bleiben. Ich habe in kürzester Zeit so viel erlebt, sehr nette Menschen getroffen mit denen am Ende Freundschaften entstanden sind und durch das Projekt jede Menge Erfahrungen gesammelt. Wir haben alle unsere Adressen ausgetauscht und pflegen den Kontakt regelmäßig. Im Dezember habe ich aufgrund meiner Arbeit noch einmal die Chance erhalten nach Istanbul zu fliegen, um die Umsetzung des Projektes zu sehen. Alle freuen sich schon jetzt riesig, dass ich schon bald wieder in Istanbul bin und ich mich natürlich auch.







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